Wieder
ein zusammengesetzter Speisename, Kesu steht für das Colocasia Blatt (Taro ist
eines davon) und Suruli für gerollt, hier aber für Knoten.
Colocasia,
eine Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse, besitzt als wohl
bekanntesten Vertreter ihrer Art den Taro (Colocasia esculenta). Bei Taro, der
Wasserbrotwurzel, werden vor allem die stärkehaltigen Knollen genutzt, hier
werden die ersten zarten Triebe der Blätter benötigt. Eigentlich kann die ganze
Pflanze genutzt werden, Knolle, Stile und Blätter sind alle nach einer Zubereitung
genießbar.
Die
Taropflanze bildet spitz zulaufende, schildförmige grüne Blätter mit bis zu
einen Meter langen Blattstielen aus. Die Blattstiele besitzen in ihrem Inneren eine
schwammähnliche Struktur mit vielen kleinen eingelagerten Luftblasen. Die
Blattoberfläche des Taroblattes ist wie das des Lotusblattes wasserabweisend. Junge
Taroblätter können mit Stängel wie Spinat gegessen werden. Erneut eingeweichte vorher
getrocknete Taroblätter eignen sich für dieses Gericht nicht. Dunkel- wie
hellgrüne Taroblätter sind alle verzehrbar, nicht ganz geklärt ist dies bei den
Blätter einer Taropflanze mit rosa bis hellroten Stellendarauf, die vor allem
als Zierpflanze gezogen wird.
In
der Gemüse- oder Tiefkühlabteilung der Asiashops findet man die Blätter der
kultivierten Taropflanze auch bei uns.
Kesu
Suruli Palya bzw. Theryachyo Ganti oder Kotli –
Colocasia/Taro Curry
20180523toko
Zutaten:
24
Taroblätter, klein, jung und zart
3
EL Kokosnuss, frisch gerieben
¾
TL Schwarze Senfsaat
¼
TL Kreuzkümmel
1
EL Kokosöl
½
TL Urid Dal, Urdbohnen
½
TL gelbe Senfkörner
1
Msp. Asant
½
TL Kashmiri Mirch
6
Curry Blätter
½
TL Kurkumapulver
Tamarindenpaste
Jaggery,
gerieben
Meersalz,
fein
Zubereitung:
Die
Taroblätter abwaschen, dunkle Stellen herausschneiden sowie den Stil entfernen.
Von einer Seite über die Blattrippe hinweg das Taroblatt mit der Unterseite
nach oben fest einrollen und die Rolle in der Mitte verschlingen bzw. verknoten,
so mit allen Blättern verfahren.
Kokosraspel,
Senfsaat, Kreuzkümmel und Knoblauch in einem Mörser verreiben.
In
einem Kadai oder Wok das Kokosöl erhitzen, darin das Urid Dal und die
Senfkörner kurz anrösten. Sobald die Senfkörner zu springen anfangen, Asant,
Kashmiri Mirch und Curryblätter hinzufügen und ebenfalls kurz mitrösten. Die
Hitze reduzieren und die Taroknoten dazugeben, mit dem Kurkumapulver bestreuen
und verrühren. Die Tamarindenpaste zufügen und unterrühren. Deckel aufsetzen
und die Taroknoten in etwa 12 bis 15 Minuten (je nach Beschaffenheit) weichkochen
lassen. Jaggery und Kokosnussmischung zugeben und für noch eine Minute
mitköcheln lassen. Am Ende noch mit etwas Kokosöl abglänzen.
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