Freitag, 27. Oktober 2017

Halloween Candies from yesterday / Retro Candies



Ich kann mich noch an meinen Nachbarn erinnern, Grüße und Dank an ihn auf welchem Kürbisplaneten er auch immer zwischenzeitlich weilt, der mir als kleines Kind von seinem Komposthaufen den größten Kürbis gab, damit ich mir daraus einen Jack-O'-Lantern, sprich eine Kürbisfratze oder sagte man nicht auch Kürbislaterne dazu, schnitzen konnte. Meine Mutter fluchte, wegen der Sauerei auf dem Küchenboden beim aushöhlen und schnitzen und wenn es in einem Jahr zu warm war durfte er auch dann nicht weggeschmissen werden, wenn er bereits nach einer Woche, ähnlich einem schmelzendem Schneemann, bereits verschimmelt und zusammengefallen vor der Haustür vor sich hin vegetierte. Die lange angebrannte Kerze stach dann schon oben aus dem Kürbisschädel.

Nur wusste ich damals noch nicht, dass so etwas wie Halloween existiert, geschweige denn wie es geschrieben wird. Einen Runkelrübengeist kannte man in meiner Gegend ebenfalls nicht und mit dem Älterwerden verdrängte sich das Kürbisschnitzen aus dem Bewusstsein. Der Halloween Hype war eben noch nicht geboren. Den haben wir wohl erst viel später der Operation Dessert Storm oder auch zweiter Golfkrieg (2. August 1990 – 28. Februar 1991) genannt und von Saddam Hussein zur „Mutter aller Schlachten“ stilisiert, zu verdanken. Dadurch fiel der Fasching in 1991 aus und die damit verbundene Industrie suchte in Deutschland verzweifelt nach einem Ersatz und fand zumindest für die Kostümproduzenten einen Ersatz im Halloween.



Die Süßigkeitenindustrie ist zwischenzeitlich zumindest im Verpackungsdesign auf den Halloween Zug aufgesprungen, aber wirklich kreative Ideen sind Mangelware. Erstaunlich das Amazon Deutschland aktuell historische Retro-Candies aus den USA anbietet. Natürlich gibt es Philippe Suchards Milka Suchard schon viel länger, seit 1901 oder die Ritter Sport Schokolade welche seit 1932 bereits existiert (Wer kennt noch die Olympia?). Aber Peanutbutter und Marshmallowcreme waren lange Zeit bei uns in Süßigkeiten unbekannt. Vermissen werden einige sicherlich die Treets in gelber und orangefarbener Verpackung (daraus wurden dann später die Schoko-Bonitos, die mit dem Smiley darauf)  bevor sie von Mars/Masterfoods 1986 leider vom Markt genommen bzw. durch die süßeren m&m's ersetzt wurden. Sie wurden von vielen als deutsches Produkt wahrgenommen, obwohl sie schon immer von Mars/Masterfoods kamen und bereits erstmalig 1947 in der Schweiz verkauft wurden.










Halloween Candies from yesterday / Retro-Candies
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Abba-Zaba von der Cardinet Candy Company (heute Annabelle's), nicht nur John Waynes lieblings Candy auch Cameo Auftritte z.B. bei “Two and a Half Men” und “American Dad!”. Ein klebriger Toffee Riegel mit Erdnusbutter Einschlüssen, es fehlen noch fünf Jahre, dann gibt es ihn seit 100 Jahren.


Ebenfalls von Annabelle's der Rocky Road Riegel, tausendfach seit 1915 kopiert, bestehend aus Marshmallows mit Cashewkern Stücken und mit einer dicken „amerikanischen“ Milchschokoladenumhüllung. Da sich der „steinige Weg“ vermutlich schlecht schützen lässt, gibt es auch eine namensgleiche ebenso bekannte Eiscreme von William Dreyer, allerdings erst von 1929.

Sky Bar von Necco aus dem Jahr 1937, der Milchschokoladenriegel besitzt vier Kammern die jeweils einmal mit Karamell, Erdnusscreme auf Karamellbasis, Fudge und einer Vanillecreme auf Marshmallow Basis.
 
Valomilk von der Russell Sifers Candy Company von 1931, Va-lo-milk steht für vanilla, marshmallow und milk chocolate, ist eine zufällige Erfindung bei der durch die Zugabe von zu viel vanilla extract zu der marshmallowmasse eben diese weiche Valomilk entstand. Sie wird immer noch so in Milchschokoladen Cups abgefüllt.

















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