
Der
Pecorino Sardo oder Fiore sardo wird in zwei Arten angeboten, als Pecorino
Sardo dolce, reift er etwa 20 bis 60 Tage und als Pecorino Sardo maturo hat
eine Reifezeit von mindestens 2 Monaten ansolviert. Der Pecorino Sarde wurde
bereits vor Beginn der Römerzeit auf Sardinien produziert und der Handel vor allem
mit Genua und Neapel machte ihn dann auch auf dem Festland bekannt. Den Genuesen
hat er auch zu verdanken dass er im Pesto alla genovese als Zutat Einzug hielt.
Der fertig gereifte Pecorino Sardo besitzt eine zylindrische Form, wobei die
Rinde des Pecorino Sardo dolce dünn und weich ist, sowie strohfarben. Sein Teig
ist weiß, der Geschmack süßlich frisch und minimal fein säuerlich. Die Rinde
des Pecorino Sardo maturo ist dicker und härter und ebenfalls von strohgelber bis
zu bräunlicher Farbe. Sein Teig ist strohfarben und kompakter, wobei mit
zunehmender Reife er leicht bröckelig wird und dann gut zu reiben ist, sein
Geschmack ist kräftig und pikant. Mitunter wird er auch noch geräuchert. Zur
Unterscheidung der beiden Arten wird auf dem Pecorino Sardo dolce ein grünes und
auf dem maturo ein blaues Etikett auf der Rinde angebracht. Auf Sardinien wird
auch ein Pecorino romano produziert, der allerdings sehr würzig bis scharf aber
auch aromatisch schmeckt. Man erkennt ihn daran, dass dieser äußerst fest und auch
von typischen Käsekristallen durchsetzt ist.

Leider
ist der Name Pecorino nicht geschützt, er kann also auch rein theoretisch aus
Deutschland kommen und zudem mit Kuhmilch gestreckt werden. Der Zusatz tutto di
latte di pecora oder pecora completo kann hier wenigstens etwas Sicherheit
bieten.

Nach
dem Überbrühen und jeweiligen Formen wird er zur Haltbarkeit in Salzlake
getaucht. Je nachdem wie lange er in Salzlake liegt, desto kräftiger wird er. Scamorza
dolce ist also nur kurz in Salzlake eingelegt und sollte relativ frisch,
innerhalb von drei bis fünf Tagen verbraucht werden, geräucherter Scamorza hält
sich bis zu zwei Wochen ohne an Qualität zu verlieren.
Aus
der schnellen Küche:
Feigen
aus dem Ofen mit Pecorino und Pinienkernen
Feigen
in Pancetta mit Scamorza
20170920toko
Feigen
aus dem Ofen mit Pecorino und Pinienkernen
Zutaten:
8
Feigen, dunkel, reif, gewaschen, Sorte z.B. Brogiotto Nero
150
g Pecorino Toscano fresco oder Pecorino Sardo dolce, weich, in Scheiben, 3 mm
70
g Pinienkerne
4
TL Orangenblütenhonig, nach Gusto
Küchenutensilien:
Backblech
Zubereitung:
Das
Backrohr auf 180° C, Oberhitze vorheizen.
Die
gewaschenen und abgetrockneten Feigen der Länge nach halbieren und auf ein mit
Backtrennpapier ausgelegtes Backblech waagrecht verteilen. Die Pecorinoscheiben
darüber legen und die Pinienkerne darüber streuen und leicht andrücken.
Für
8 bis 10 Minuten auf der oberen Schiene überbacken. Für die letzten zwei Minuten
noch den Grill einschalten.
Wer
es süß mag, tropft danach noch etwas Orangenblütenhonig auf die Pinienkerne und
den überbackenen Pecorino.
Zutaten:
8
Feigen, dunkel, reif, gewaschen, Sorte z.B. Brogiotto Nero
120
g Scamorza dolce, klein geschnitten
8
Scheiben Pancetta
½
EL Olivenöl
Zubereitung:
Die
gewaschenen und abgetrockneten Feigen der Länge nach halbieren und den Scamorza
darauf verteilen und mit dem Pancetta umwickeln. In einer Pfanne mit ganz wenig
Olivenöl die Feigen von allen Seiten braten bis der Pancetta kross gebraten
ist.
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