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Samstag, 28. Juli 2018

Sardellen-Kartoffel-Auflauf / Tortino di patate e acciughe al forno























Sardellen-Kartoffel-Auflauf / Tortino di patate e acciughe al forno
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Zutaten für 4 Personen:

150 g frische Sardellenfilets ohne Gräten
150 g Kartoffeln, festkochend
1 Hühnerei, Klasse L, verschlagen
1 Knoblauchzehe, entkeimt und sehr fein gehackt
4 EL Blattpetersilie, fein gehackt
2 EL Pistazien, ungesalzen, fein gehackt
Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 EL Süßrahmbutter, zimmerwarm
4 EL Paniermehl, fein, kein Panko
Olivenöl, extra vergine



Küchenutensilien:

Kleine Auflaufförmchen / Timbale / Soufflé-Förmchen



Zubereitung:

Kartoffeln sehr bissfest kochen, abdampfen lassen und warm schälen und in dünne Scheiben hobeln.

Soufflé-Förmchen mit Olivenöl ausstreichen und Böden und Ränder mit Kartoffelscheiben auslegen. Die Kartoffellage mit einigen Sardellen auslegen und wieder mit einer Schicht Kartoffelscheiben auslegen. Restliche Kartoffelscheiben zweimal teilen und mit den restlichen Sardellen, dem Ei, Knoblauch, Blattpetersilie, Pistazien vorsichtig vermischen und damit die Förmchen auffüllen. Mit Semmelbröseln bestreuen und je einen halben TL Butter darauf geben.

Im vorgeheizten Backrohr auf der mittleren Schiene bei 180° C Umluft für 18 bis 20 Minuten backen, bis die Semelbrösel eine goldbraune Farbe angenommen haben.

Aus der Form nehmen und auf Tellern mit etwas Sardellen-Mayonnaise und frischen Oregano-Blättchen anrichten. 






















Freitag, 30. März 2018

Bacalhau Espiritual



Bacalhau Espiritual ist ein traditionelles Gericht der portugiesischen Küche während der Semana Santa und auch an Ostern. In der Fastenzeit verzichtet man hier auf die Béchamelsauce (siehe hier) und begnügt sich mit einen Roux blond (siehe auch hier).






Semana Santa/Karwoche:
Bacalhau Espiritual
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Zutaten:

400 g Bacalhau/Stockfisch, anschließend eingeweicht, ohne Haut
Wasser und Milch für das Einweichen
400 g Kartoffeln, geschält
200 g Karotten, gerieben
1 Lorbeerblatt
Wasser für das Kochen
20 ml Olivenöl, extra vergine, für das glasig Dünsten
2 braune Zwiebel, mittelgroß, sehr fein gehackt
3 Knoblauchzehen, entkeimt, sehr fein gehackt
50 g Weißbrot vom Vortag, gerieben
25 g Süßrahmbutter
50 ml Olivenöl, extra vergine
90 g Weizenmehl, Type 405, gesiebt
200 ml Vollmilch, kalt bis max. zimmerwarm
200 ml Schlagrahm/Sahne, kalt bis max. zimmerwarm
3 Hühnereier, Klasse M (außerhalb der Fastenzeit)
Käse, gerieben, nach Gusto
2 TL Zitronensaft
Koriandersamen, fein zerstoßen
Muskatnuss, fein gerieben
Meersalz, fein
Weißer Pfeffer aus der Mühle





Bei Verwendung von Stockfisch: Zubereitung 3 bis 4 Tage Vortag:



Den äußerlich gereinigten Stockfisch für mindestens 48 besser 72 Stunden in kaltem Wasser (6 - 8° C) einweichen, dabei das Wasser mehrmals (ca. alle 8 bis 12 Stunden) wechseln. Die Haut kann bereits nach 48 Stunden während oder nach dem Einweichen abgezogen werden. Für die letzten 6 bis 8 Stunden die Hälfte des Wassers durch Milch ersetzen und unbedingt im Kühlschrank lagern.



Zubereitung:

Die geschälten Kartoffeln und Karotten mit einem Lorbeerblatt weichkochen, Wasser abgießen und die Kartoffel zusammen mit den Karotten entweder mit einer Gabel zerdrücken oder durch die Kartoffelpresse drücken, anschließend auskühlen lassen. Die Zwiebel und den Knoblauch in Olivenöl glasig dünsten.

Den eingeweichten Stockfisch von dunklen Stellen, Haut und so gut es geht von Gräten befreien und für 10 bis 12 Minuten kochen, herausnehmen und den Sud aufbewahren. Verbliebene restliche Gräten entfernen.

Eine Auflaufform oder Reine ausfetten und die zerdrückten Kartoffeln und Karotten, die Zwiebel-Knoblauch-Mischung, Weißbrotflocken und den grob zerpflückten Bacalhau hineingeben und vorsichtig miteinander vermischen.

Eine Roux blanc bzw. Béchamelsauce zubereiten. Herd auf mittlere Hitze einstellen, Butter schmelzen und Olivenöl zugießen, vom Feuer ziehen und das gesiebte Mehl einstreuen. Gründlich zu einer homogenen Masse vermischen. Je nach gewünschter Roux-Art wieder auf das Feuer ziehen und entsprechend anschwitzen. Für einen Roux blond rechnet man etwa 5 Minuten. Noch heiß nun langsam nach und nach die Milch und den Schlagrahm unterrühren. Dabei immer warten bis die Konsistenz wieder stimmt, also die Milch und Sahne ganz aufgenommen ist, dann erst weitere Flüssigkeit zugießen. Vom Herd ziehen und bei einer Béchamelsauce die Hühnereier unterheben, mit Zitronensaft, Koriandersamen, Muskatnuss, Meersalz und weißem Pfeffer kräftig abschmecken.

Roux blond oder Béchamelsauce über den Bacalhau Espiritual verteilen und nach Gusto mit Käse bestreuen.

Bei 200° C, Umluft, für 15 bis 18 Minuten auf der mittleren Schiene backen.



Montag, 20. November 2017

Gratin Dauphinois mit zweierlei Kartoffeln und Mangold, Thanksgiving - Erntedank Beilagen



Zugegeben, für Gratin Dauphinois wird eigentlich nur Kartoffeln, Crème Fraîche und Milch verwendet, hier werden ein wenig mehr Milchprodukte, Süßkartoffeln und Mangold hinzugefügt. Wichtig ist es jedoch, dass die Kartoffeln weder mehlig noch festkochend sind, sondern ein Mittelding darstellen, so dass sie noch Biss haben aber auch nicht mehlig wirken. Die dünnen Scheiben der Kartoffeln dürfen nicht mehr gewaschen bzw. mit Wasser in Kontakt kommen, damit die Stärke für zusätzliche Bindung sorgen kann. Man muss also zügig arbeiten, damit die Kartoffeln nach dem Hobeln nicht beginnen grau zu werden. Die Kartoffelsorte sollte leicht süßlich und gelb sein.

Wer nur ein Drittel Crème Fraîche und Milch verwendet und den Rest durch Geflügelbrühe und Lorbeerblätter ersetzt, dass Ganze für ca. 90 bis 120 Minuten bei ca. 150° C im Backrohr belässt, hat sich einen Kartoffel-Fudge zubereitet.

Für ein Gratin Savoyard werden ebenfalls dünn gehobelte rohe Kartoffeln in mehreren Schichten Übereinader geschichtet. Jede Schicht mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskantnuss gewürzt und mit geriebenen Beaufort-Käse und Butterflöckchen bestreut. Das ganze wird mit Rinderbrühe aufgegossen und für 20 Minuten bei 220° C und weiter 45 Minuten bei 180° C  im Rohr gebacken.





Gratin Dauphinois mit zweierlei Kartoffeln und Mangold
Flouzon, Flaouzou
Thanksgiving - Erntedank
20171120toko



Zutaten:

500 g Kartoffeln, z.B. Sorte Charlotte, geschält
500 g Süßkartoffeln, geschält
1 Mangold, grüner, in schmalen Streifen
1 Zwiebel, braun, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, entkeimt, fein gehackt
225 g Mozzarella, zerbröckelt (mild) oder Gruyère, gerieben (herzhaft)
225 g Ricotta
200 ml Crème Fraîche
3 Hühnereier Klasse L, versprudelt
Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Muskatnuss, frisch gerieben
75 g Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
Fett für die Form
Schnittlauchröllchen für die Garnitur



Küchenutensilien:

Gemüsehobel oder Mandoline
Auflaufform, gefettet



Zubereitung:

Die Süßkartoffeln und Kartoffeln, schälen und in dünne Scheiben hobeln. Mangold putzen, dicke verholzte Blattstiele entfernen und den Rest mit den Blättern in feine Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln, kurz in einer Pfanne anschwitzen, von der Herdplatte ziehen und die Mangoldblattstile zusammen mit den Mangoldstreifen in der Restwärme andünsten. Abkühlen lassen und dann den zerbröckelten Mozzarella in der Masse untermischen.

Backrohr auf 180° C, Ober- und Unterhitze vorheizen.

Süßkartoffelscheiben, Mangold-Mozarella und Kartoffelscheiben zusammen abwechseln in eine gefettete Auflaufform schräg schichten und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Den Ricotta zusammen mit der Crème Fraîche, Eiern und mit etwas Pfeffer und Salz vermengen. Die Ricottamasse gleichmäßig darüber verteilen und im Backrohr bei 180°C für 40 Minuten backen. Mit dem geriebenen Parmigiano Reggiano bestreuen und für weitere 20 Minuten weiter goldbraun überbacken. Anschließend noch für 10 Minuten rasten lassen.

Nach Gusto mit Schnittlauchröllchen bestreuen.








Sonntag, 17. September 2017

Gratinée von der Birne und Taleggio



Der Taleggio ist ein italienischer Kuhmilch Weichkäse mit Rotschmiere Kulturen, der aus der Region Val Taleggio nördlich von Bergamo stammt und er ist einer der ältesten Käsesorten Italien. Es gibt ihn industriell hergestellt mit pasteurisierter Milch aber auch noch als Rohmilchversion. Dieser ist dunkler im Teig (strohgelb) und besitzt ein viel intensiveres fruchtiges und würziges Aroma von Nüssen, Wiese und Stroh sowie Nuancen von Zitronenschale. Der industriell hergestellte Taleggio hat auch sein Produktionsgebiet bis in die Poebene ausgedehnt.

Die Rinde des Taleggio ist essbar und die mit zunehmender Reifung entstehenden Schimmelpilze auf der Rinde sorgen für eine Reifung des Taleggio von außen nach innen. Für das Gratinée würde ich allerdings die Rinde entfernen, es sei denn es handelt sich um einen sehr jungen Taleggio.

Im Frühjahr ab Mitte März, wenn die ersten kleinen Artischocken aus Italien zu uns kommen, lohnt es sich natürlich diese zarten frischen ganzen Artischocken statt der Artischockenböden verwenden. Zu diesen Artischocken passt dann auch ein frisches Pesto statt des Blauschimmelkäses. Also eine Kombination der letzten Birnen oder ersten von der Südhalbkugel und dem allerletzen Chicorée mit den ersten frischen Boten des Frühjahrs.

Dazu die Artischocken putzen und die Stängel auf 4 cm Länge abschneiden und schälen. Artischocken vierteln, wenn schon Heu vorhanden ist, dieses entfernen und jedes Viertel in dünne Spalten schneiden und dann wie unten weiterarbeiten.

Die in Olivenöl eingelegten Carciofini aus dem Glas eignen sich in der restlichen Jahreszeit im Übrigen nicht zum Kochen, sie sind als reine antipasti gedacht, schmecken also nur kalt.

Noch ein Tipp: Chicorée nicht in eisernen Pfannen oder Töpfen zubereiten, er verfärbt sich darin schwarz.







Gratinée von der Birne mit Chicorée, Artischockenherzen und Taleggio
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Zutaten:

2+2 EL Ölivenöl, nach Gusto auch Süßrahmbutter
1 TL brauner Rohrzucker, fein
4 Chicorée, ohne Strunk, halbiert und Strunk entfernt
2 Birnen, süß und saftig wie Rote Williams Christ oder Butter-Meuris, nicht voll ausgereift, halbiert
     und entkernt, ohne Blüten- und Stilansatz und Fäden, längst in feine Scheiben geschnitten
2 EL Zitronensaft
Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Glas Artischockenherzen, ganz, Abtropfgewicht ca. 165 g, wenn verfügbar frisch kleine Artischocken
Béchamelsauce, siehe hier
150 g Taleggio, kleine Würfel
150 g Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
60 g Pinienkerne, ohne Fett geröstet
Pesto (nur bei frische Artischocken im Frühjahr, dann den Estragon und Kerbel weglassen)
1 Bund Kerbel, fein gehackt (wenn keine frische Artischocken verwendet werden)
1 EL Estragonblätter (wenn keine frische Artischocken verwendet werden)


                              

Küchenutensilien:

Reine oder Auflaufform, gefettet



Zubereitung:

Die Béchamelsauce zubereiten, Pinienkerne ohne Fett anrösten. Das Backrohr auf  220° C, Ober- und Unterhitze vorheizen und die Reine fetten.

Vom Chicorée die unansehnlichen Deckblätter entfernen, halbieren und den Strunk keilförmig herausschneiden.  Chicoréehälften in der Pfanne von jeder Seite anbraten, herausnehmen. Olivenöl in die Pfanne geben. Mit Zucker bestreuen, karamellisieren lassen. Chicorée zurück in die Pfanne geben, in der Karamellöl wenden und mit Salz und Pfeffer würzen. Anschließend den Chicorée in der Reine verteilen.

Die Birnenscheiben in der Pfanne von jeder Seite mit etwas Olivenöl kurz anbraten. Mit Zitronensaft ablöschen und ebenfalls in die Reine geben.

Die Artischockenherzen je nach Größe klein schneiden und ebenfalls dazugeben. Bei frischen Artischocken die Béchamelsauce ohne Kerbel, Estragon und Taleggio, zusätzlich zum Parmigiano Reggiano und den Pinienkernen mit Pesto vermengen und darüber gießen. Ansonsten Béchamelsauce mit Parmigiano Reggiano, Taleggio, Pinienkernen, Kerbel und Estragon vermischen und darüber verteilen.

Das Gratinée im Backrohr auf der unteren Schiene für 20 bis 25 Minuten backen, bis es schön gebräunt ist. Kurz ruhen lassen, dann sofort servieren.