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Dienstag, 5. Juni 2018

Fufu - der Westafrikanischer Stärkeknödel



Fufu gibt es zwischenzeitlich auch bei uns als schnell anrührbares Instant-Pulver, ähnlicher einer Tüte für Instant-Kartoffelbrei, wer es jedoch selber einmal zubereiten will kann dieses Rezept verwenden. Fufu wird in allen westafrikanischen Ländern unter den verschiedensten Namen zubereitet, der Begriff Fufu wird am häufigsten mit dem Volksstamm der Akan aus Ghana verbunden. Dort wird mehr Maniok und weniger Yams mit der Kochbanane kombiniert. Zu den Fufukugeln oder –knödeln wird eine Sauce, Suppe oder dicker Eintopf gereicht, der dem Fufu-Gericht dann neben seiner Textur seinen typischen Geschmack verleiht.

Wer frische Maniok statt Pulver verwendet, sie ist gegen Austrocknung mit einer dünnen Wachsschicht auf der braunen Schale (von innen violett) überzogen und die Knolle soll beim Kauf keine weiche Stellen aufweisen. Wer kein Maniokmehl (brasilianisch Farinha) oder Tapioka (getrocknete Stärke der Maniok) bekommt, sondern sie nur in Form kleiner Perlen, sollte sie vor der Zubereitung mit dem Mörser sehr klein schroten. Für den Pulverteig aber auf keinen Fall wie z.B. für Pudding die Tapioka- und Tarostärke vorher mit kalter Flüssigkeit anrühren, man erhält später sonst nie mehr einen festen Teig!

Man kann auch Süßkartoffeln (Kochzeit 20 min) statt der Yams dafür verwenden. Das Verhältnis Yams/Maniok/Taro/Süßkartoffel zu Kochbananen sollte immer 2:1 betragen. Wenn davon gar nichts erhältlich ist, Speisestärke und Instant-Kartoffelbrei im Verhältnis eins zu eins mit zusätzlichem Wasser zubereiten.

Die Kochbanane, Pisangfeige oder Plantain (Hybride Sorten Musa acuminata und Musa balbisiana) gehört in Westafrika zu den Grundnahrungsmittelen, sie ist sehr stärkehaltig und wird daher in unreifen Zustand roh nicht verzehrt, je reifer sie wird wandelt sich dann die Stärke in Zucker um und sie könnten auch roh gegessen werden. Aus der traditionellen Gewohnheit her werden sie aber auch reif, fast immer gekocht zubereitet. Reife Kochbananen erkennt man an der gelben Schale mit dunkelbraunen Stellen und sie werden gebraten, gerillt oder aber auch frittiert, vollreife Kochbananen werden dann schwarz und können wie Obst- bzw. Dessertbananen verwendet werden. Unreife Kochbananen mit grüner Schale werden dagegen in siedendem Salzwasser gegart oder gedämpft und z.B. wie hier für Pürees weich gekocht. Grüne Kochbananen lassen sich ungefähr so vielfältig wie Kartoffeln bzw. ein Gemüse zubereiten. Kochbananen schmecken milder als Dessertbananen (Musa paradisiaca) und bleiben auch nach dem Erhitzen in einer festen Form. Kochbananen können etwa eine Woche aufbewahrt werden. Die vor allem in der Karibik und Mittelamerika vorkommenden schwarzen Kochbananen sind süßer und besitzen zudem Vanillenoten im Aroma gegenüber den anderen Kochbananensorten, langsamen Dämpfen macht sie noch süßer. Es gibt auch rötlich-auberginefarbe Sorten, bei ihnen ist ebenfalls der Reifegrad wie bei den schwarzen schwerer zu erkennen. Es sollten dann auf alle Fälle pralle Früchte verwendet werden, wenn man sie kochen oder braten will.

Die Fe‘i-Banane (Pisang Tongkat Langit bzw. Musa troglodytarum) die auf den Molukken, Papua-Neuguinea und auf den Archipelen im Südpazifik vorkommt und dort als Grundnahrungsmittel dient, kann je nach Sorte auch roh verzehrt werden. Sie unterscheidet sich im Aussehen stark von den Dessert- und Kochbananen und kann bis zu etwa dreimal so dick wie eine Dessertbanane werden, ihre Form ist gedrungen. Durch ihre kurze Länge ist sie relativ gerade. Unreif ist sie am Blütenansatz gelb und die restliche Schale grün, reift dann über blass grün und gelb weiter bis zu einem intensiv orangeroten Schalenfarbton mit dunkelbraunen Stellen und die Früchte im inneren sind dann leuchtend gelb und beginnen weich zu werden. Langsam gegarte Fe‘i-Bananen schmecken süß und aromatisch-würzig.

Wie alle Bananen auch Kochbananen (bis auf die vollreifen schwarzen) nicht im Kühlschrank lagern. Wer im Asialaden bzw. der Exoten-Abteilung neben der Kochbanane auch ihre große auberginefarbene Blüte findet, sollte sie auf alle Fälle mitnehmen. Sie lässt sich ähnlich wie eine ganze Artischocke zubereiten und die inneren Hüllblätter ebenso essen, sie besitzt aber keinen essbaren Boden wie die Artischocke.









Fufu
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Zutaten:

450 g Maniok Pulver
450 g Yamswurzel, geschält und in Stücke geschnitten
500 g Kochbananen (geschält gewogen), grüne, in Stücke geschnitten
1 TL Meersalz
Wasser



Zubereitung:

In wallendem Wasser die Yamswurzel kochen, nach fünf Minuten die Kochbanane zugeben und beides für weitere 15 Minuten ziehen lassen. Beides in eine Schüssel geben und das Maniok Pulver drüber geben und mit einem Kartoffelstampfer zu einem glatten Brei ähnlich einem Kartoffelpüree zerstoßen.

Mit feuchten Händen Knödel formen.

Bei vielen afrikanischen Kulturkreisen ist es verpönt bzw. nur den Kindern ist dies erlaubt, ohne dass man ausgelacht wird, dass man Fufu bei Suppen und cremigen Eintöpfen kaut. Vielmehr nimmt man mit der Esshand von der Fufukugel ein entsprechend kleines Stücke ab und taucht dieses in die dicke Suppe, Sauce oder Eintopf und schluckt es dann herunter, natürlich kann man es noch mit der Zunge zerdrücken, damit man überhaupt etwas schmeckt.












Dienstag, 20. März 2018

Chả giò / Nem rán – frittierte Vietnamesische Sommerrolle



Ch giò im Süden, Nem rán im Norden genannt ist die frittierte Version der Vietnamesische Sommerrolle. Frittiert kann sie auch mit einer mit getrockneten Garnelen und Hackfleisch Füllung zubereitet werden.

Die Yambohnenwurzel/C đu besitzt eine Rettich ähnliche Textur und schmeckt leicht süßlich. Für die Vietnamesische Sommerrolle wird sie roh und gerieben verwendet. 










Ch giò / Nem rán – frittierte Vietnamesische Sommerrolle
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Zutaten klassisch:

Reisnudeln, gekocht und abgekühlt
Reismehl Crêpe, gerollt und in feine Streifen geschnitten
Salatgurke, nur das Fleisch, in feinen Streifen
Karotten, blanchiert, in dünne Streifen
Frühlingszwiebeln, blanchiert, in dünnen Streifen
Yambohnenwurzel, gerieben
Tofu, gebraten, in dünnen Streifen
Salatblätter, gerissen
Mungobohnensprossen, gewaschen und abgetropft
Garnelen, klein, entdarmt, nur das Fleisch
Kräuter wie Perilla, Thai Basilikum, Koriandergrün, etc.
Reispapierplatten



Zutaten mit Hackfleisch:

Yambohnenwurzel, gerieben
Spitzkraut, blanchiert, feine dünne Streifen
Karotten, blanchiert, in dünne Streifen
Mungobohnensprossen, gewaschen und abgetropft
Glasnudeln, eingeweicht, gekocht und abgekühlt
getrocknete Garnelen, gemahlen
Hackfleisch, halb und halb
Hühnereier, 1 Ei auf 125 g Hackfleisch
Fischsauce, zum Würzen des Hackfleischs
schwarzer Pfeffer aus der Mühle, zum Würzen des Hackfleischs
Frühlingszwiebeln, blanchiert, in dünnen Streifen
Kräuter wie Perilla, Thai Basilikum, Koriandergrün, etc., fein gehackt
Reispapierplatten



Zubereitung:

Die Gemüse waschen und entsprechend vorbereiten. Hackfleisch mit den gemahlenen Garnelen, einem Hühnerei je 125 g Hackfleisch vermischen und mit Fischsauce und schwarzem Pfeffer würzen.

Das Reispapier vor dem Belegen in lauwarmes Wasser tauchen bis es biegsam und elastisch geworden ist. Gut abtropfen lassen und auf die Arbeitsfläche legen.

Die Zutaten beginnend mit den Glasnudeln unten, auf das obere Drittel des Reispapiers legen und die anderen Zutaten darüber geben, zuletzt die Kräuter und die Hackfleischpaste. Einen Rand von 2,5 cm auf der Linken und Rechten Seite lassen und die Zutaten bis zum letzten Drittel des Reispapiers straff einrollen. Nun die Seiten zur Mitte hin einschlagen und weiter straff einrollen.

Mit der Abschlussseite nach unten auf eine Platte legen, dabei darauf achten das sich die einzelnen Rollen nicht berühren und bei Herstellung von größeren Mengen mit einem angefeuchteten Tuch gegen das austrocknen bedecken.

In einer Pfanne mit relativ viel Öl rundherum knusprig braun frittieren, auf Küchenkrepp entfetten und warm servieren.