Posts mit dem Label Hering werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hering werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 27. Mai 2017

Bengali Moong Dal - Bengalische gelbe Mungolinsen



Moong Dal wird oft als gelbe Linsen bezeichnet, in Wirklichkeit handelt es sich aber um die gelben geschälten und halbierten Bohnen der Mungobohne (Mungbohne). Die grüne Mungobohne ist verwandt mit der Urdbohne und da sie schnell keimt, werden auch oft noch ihre Sprossen mit denen der Sojabohnen verwechselt. Aus ihrem Mehl werden zudem die Glasnudeln hergestellt.

Moong Dal muss wie auch die Roten Linsen, nicht erst vorher eigeweicht werden. Sie schmecken leicht süßlich und nussig.



Bengalische Reissorten:

Vor allem in der westlichen Region Bengaliens wird der Gobindobhog Reis angebaut, es handelt sich um einen aromatischen, leicht süßen und zudem mit einem butterartigen Aroma versehenen Reis. Er besitzt für einen Langkornreis über ein dünnes und relativ kurzes Korn, seine Farbe ist ein strahlendes Perlweiß, er wird nicht poliert und eignet sich für Biryanis, Pulaos und Khichdis.

Tulaipanji Reis ist ebenfalls eine indigene Reissorte aus der nördlichen Region Bengalens. Duftet aromatisch und besitzt ein mittelgroßes schlankes Korn von blass weißer Farbe. Nach dem Dämpfen oder Kochen nimmt er eine weißlich gelbe Farbe an und klebt ebenfalls nicht. Er verfügt über eine außerordentliche Haltbarkeit und eignet sich besonders für Biryanis und Pulaos und schmeckt auch sehr gut in Gerichten mit angebratenem Reis.

Kalajeera/Kalojira Reis aus der Region Nordbengalen besitzt ein starkes duftiges Aroma und hat wie der Gobindobhog  ein dünnes und relativ kurzes Korn. Ist bereits nach 12 bis 12 Minuten relativ trocken gekocht und verströmt dann einen feinen und leichten Duft. Eignet sich als ein Standardreis für alle Biryanis, Pulaos und Khichdis.

Für Süßspeisen wird der Mohonbhog Reis verwendet. Er ist blumig aromatisch und duftet stark, besitzt ein kurzes etwas rundes Korn und kocht trocken. Er wird im Ganzen oder als Gries verwendet und  wenn er nicht für Süßspeisen Verwendung findet, nach dem Dämpfen oft mit Ghee vermischt.    

Der aromatische Sitabhog Reis findet ebenfalls für Süßspeisen Verwendung. Dabei wird das ansprechende lange dünne Korn aber vorher in der Regel zu Mehl vermahlen. Er wird auch in der Region Nordost-Indien angebaut.

Nicht zu verwechseln sind alle Sorten mit dem 150 Kilometer nördlich in Indien angebauten Patnareis. Dies ist dünn und lang und ist in seiner Konsistenz sehr hart. Da er trocken kocht ist Patnareis gut für Pulaos/Pilaws geeignet. Alle Sorten die nicht für Süßspeisen Verwendung finden können bei uns auch durch Kaschmirischen Basmatireis ersetzt werden, wobei Indischer Patna Reis auch hier erhältlich ist.





Bengali Moong Dal
20170527toko




Zutaten:

250 g Moong Dal
2 TL Senföl
1 TL GG-Paste
½ TL Kurkumapulver
1 Prise Asant/Asafoetida (eigentlich nur für die Nordindische Variante)
1 Prise Meersalz
Wasser zum kochen
1 TL Ghee oder Kokosfett
1 TL Kreuzkümmel oder Panch Phoron
1 TL Garam masālā Pulver (Ceylon-Zimt, Kardamom, Gewürznelke, alles fein gemörsert)
1 Lorbeerblatt
1 Roter Chili, Schärfe nach Gusto, feingehackt
½ Grüner Chili, Schärfe nach Gusto, feingehackt
2 EL Korianderblätter, fein gehackt, nach Gusto
Meersalz



Küchenutensilien:

Schnellkochtopf



Zubereitung:

In einer Pfanne oder Wok bei mittlerer Hitze das Senföl erhitzen und die Moong Dal dazugegeben und rösten bis sie zu duften anfangen ohne aber zu bräunen. Aus der Pfanne nehmen und in einem Schnellkochtopf abkühlen lassen. Pfanne nicht sauber machen.

Schnellkochtopf mit den kalten Linsen mit etwa der 2½ fachen Menge Wasser aufgießen, GG-Paste, Kurkumapulver (eventuell auch Asant) und einer Prise Meersalz dazugeben und in ca. 7 Minuten weich kochen.

In der Pfanne mit dem restlichen Senföl noch etwas Ghee dazugeben und darin den Kreuzkümmel/Phanch Phoron, Garam masala, die Hälfte der Chilis und das Lorbeerblatt für eine Minute bei mittlerer Hitze anrösten bis der Kreuzkümmel zu springen beginnt. Mit dem gekochten Linsen und etwas Wasser auffüllen und einmal aufkochen lassen. Mit Meersalz würzen und je nach gewünschter Konsistenz, noch etwas Wasser dazugeben und sofort servieren. Dazu mit den restlichen Chilis und Koriandergrün bestreuen.

Dazu passt gedämpfter Gobindobhog oder eben klassischer Basmatireis.

Auch einmal dazu probieren, in etwas Senföl frisch ausgebackener Fisch wie Hering oder Makrele.





Sonntag, 12. Juni 2016

Svensk Midsommar – Mittsommerfest (XI) – Silltårta



Midsommarstång

Bald ist es soweit! Der Freitag zwischen dem 19. und 26. Juni liegt, ist in Schweden „Nationaldag“. Drei lange Tage hat man Zeit zum Feiern des Midsommar, mit 18 bis 24 Stunden Tageslicht, je nachdem wo man in Schweden wohnt.

Das unten stehende Rezept ist zwar etwas mächtig, aber lecker! Da zu Midsommerfest immer auch Schnaps gereicht wird, bietet es dafür eine gute Grundlage. Wer es nicht so mächtig haben will, kann die Eier auf dem Belag auch weglassen und durch geraspelte oder feingeschnittene Radieschen mit Schnittlauch ersetzen. Zur Dekoration noch einige ganz frische Schnittlauchblüten darauf setzen. 

Die anderen Svensk Midsommar Rezepte findet man hier: Mittsommerfest allgemein und Heringszubereitungen, Maränen-Canapés, Midsommartårta, Västerbottenkäsetorte, Echalottes in Folie und schwedische Grillsauce sowie Dill-& Tomatsill, Walderdbeeren Pavlova, Svart vinbärsill / Hering in schwarzen Johannisbeeren, Matjeröra (Matjes mit Saurer Sahne, Eiern, Dill, etc.), Spinat-Hefekranz und Kartoffel-Terrine für ein geräuchertes Lachsrückenfilet.






Svensk Midsommar – Mittsommerfest (XI) – Silltårta / Heringstorte
20160606toko



Zutaten:

75 g Sauerrahmbutter, zimmerwarm
125 g Roggen-Knäckebrot, zerkrümelt
125 g Pumpernickel, zerkrümelt
4 Blatt Gelatine
150 g Hering, sauer eingelegter, abgetropft
100 g Kronsild, in Marinade, abgetropft
2 EL Kronsild-Marinade
30 g Sardellenfilets, zerdrückt
250 g Saure Sahne, 10 % Fett
150 g Frischkäse
1 Zwiebel, rot, mild, fein gehackt
1 Bund Dill, fein gehackt
2 Hühnereier, Klasse M, hart gekocht, Belag
1 Bund Schnittlauch, feine Röllchen, Belag
1½ Zwiebel, rot, mild, fein gehackt, Belag
1 Bund Radieschen, nach Gusto



Küchenutensilien:

Kuchenform, 24 cm Durchmesser, Antihaft-Beschichtet



Zubereitung:

Roggenbrot und Pumpernickel zerkrümeln oder im elektr. Zerkleinerer grob schneiden und mit der Butter vermischen und auf den Boden der mit Backtrennpapier ausgelegten Tortenform streichen.

Gelatine in Wasser für 5 Minuten einweichen und in der Zwischenzeit den Hering bzw. Matjes klein und die die rote Zwiebel und die Dillspitzen fein hacken bzw. schneiden. 2 EL der Matjesmarinade in einem Topf erhitzen und darin die Gelatineblätter vollständig auflösen. Die Flüssigkeit mit der Sauren Sahne  und dem Frischkäse gründlich vermengen. Den klein geschnittenen Hering, mit der Gabel zerdrückte Sardellen und den Kronsild sowie die restlichen Zutaten ebenfalls untermischen. Auf der Brot-Butter-Masse verteilen und für mindestens 3 Stunden im Kühlschrank festwerden und durchziehen lassen.

Eier hart kochen, Eiweiß und Eigelb voneinander trennen und nach dem Abkühlen ebenso wie die ½ rote Zwiebel fein hacken und den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Vor dem servieren die vier Zutaten abwechselnd kreisförmig auf die Silltårta verteilen und servieren.